Gut Gamig

Gut Gamig e.V.

Rehabilitations- und
Begegnungsstätten

Mitglied des Diakonischen Werkes
der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens e.V.

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Öffentlichkeitsbereich

Kapelle Gut Gamig

Die im 15. Jh. errichtete, im 16. Jh. mehrmals erweiterte und im 19. Jh. umgestaltete Kapelle stellt als monumentales Bauwerk neben zwei weiteren Türmen eine der baulichen Dominanten des Rittergutes Gamig dar.
Sie besteht aus einem in nord-südlicher Richtung positionierten gedrungenen Schiffsbau mit hohem biberschwanz-ziegelgedeckten Walmdach und einem südlich vorgestellten achteckigen überhöhten Turm mit kleiner geschweifter Schieferhaube.

Aus der Zeit um 1550 / 1575 stammt der Kernbau als quadratische dreischiffige Halle mit spätgotischem Sterngewölbe und Maßwerkfenstern sowie mit untergelagerter Gruft.
Einhergehend mit der Aufstockung eines saalartigen Obergeschosses, das ebenfalls über Maßwerksfenster verfügt, wurden 1656 der Turm, damals wahrscheinlich noch um zwei Geschosse niedriger und mit einer höheren Haube als heute, und eine kleine nördliche Sakristei angebaut.
Um 1700 erfolgten Vergrößerungen der Grundrissfläche, der Schiffskubatur, des Daches darüber und auch der Turmhöhe.
Der Putzzierrat, bestehend aus genuteten Unterzonen am Schiff und am Turm sowie aus Rundbogenfriesen unter den wichtigsten Gesimsen ist als Zutat des 19. Jh., wahrscheinlich unter der Mitwirkung von Gottfried Semper entstanden.
Errichtet wurde das Gebäude aus massiven Plänermauern großer Stärke mit partiellen Ziegelanteilen und Werksteinelementen aus Sandstein.

Der Außenbau besticht durch seine beherrschende Lage auf dem topografisch höchsten Punkt des Gutsareals, durch sein mächtiges kompaktes Volumen und den vertikal dominierenden hohen Turm.
Seine Gestalt wird von spätgotischen, renaissancezeitlichen und neoromanischen Stilelementen geformt, wobei Monumentalität und eine gewisse Unnahbarkeit charakteristisch sind.
Außer den Maßwerkfenstern und den Rundbogenfriesen gehört zu dem sparsamen Fassadenschmuck noch eine sandsteinerne Wappentafel des von Hünicke und seiner Frau und an der Rückseite des Gebäudes, datiert mit „Anno MDCC“

Das Innere wird durch die hohe, neunjochig überwölbte zentralsymmetrische Kapellenhalle bestimmt, in der zahlreiche Kunstwerke untergebracht sind.

  • das barocke hölzerne Totenschild des Christoph Abraham von Kaniz, gestorben 1704
  • die hölzerne Zugangstür zum Turm mit Kassetierungen und barocker Bemalung
  • zwei weitere hölzerne Totenschilder, u. a mit Knorpelwerk aus dem frühen 17. Jh.
  • verschiedene Stehplastiken auf Sockelunterbauten, davon eine als Nachbildung des „Segnenden Christus von Thorwaldsen“
  • der Altar mit hölzernem Oberbau mit Verzierungen aus Knorpel und Schotenwerk aus der Mitte des 17.Jh.
  • das reich verzierte hochbarocke Marmor-Epitaph des Erdmann Christoph von Hünicke
  • die achteckige hölzerne und bemalte Renaissancekanzel mit Zugangstreppe, um 1600
  • das hölzerne Totenschild des Wolff Lorentz Graf von Hoffkirch, Besitzer von Gamig von 1652-66
  • und Reste von weiteren Plastiken, wahrscheinlich Engelsfiguren.
  • Neue bleiverglaste Fenster (2010) mit den Schöpfungselementen Natur, Wasser und Universum
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